Seniorentour auf den Steineberg 24.06.2026

Die älteren Semester der Sektion Oberstdorf lieben die Abwechselung, nicht nur was die Tourenziele angeht, sondern auch die wechselnden Wetterverhältnisse. War die Tour auf den Schönkahler im Tannheimer Tal durch Regen und Kälte geprägt, so zeigte die Besteigung des Steinebergs in der Nagelfluhkette das andere Extrem mit starker Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen.

Aber so etwas hält unsere Wanderführer Anna und Franz und die Gruppe der Mitwanderer nicht ab. So machten sich insgesamt 19 Mitglieder der Sektion in Fahrgemeinschaften auf den Weg ins Gunzesrieder Tal zum Wanderparkplatz Säge.

Mit ausreichend Getränkevorrat, die Wanderführer hatten min. 1,5 Liter pro Person vorgeschrieben, und Proviant machte sich die große Gruppe auf den ca. 12,4 km langen Weg mit 820 Höhenmetern im Auf- und Abstieg. Über einen noch angenehm kühlen und schattigen Waldpfad erreichten wir die Winkelwies-Alpe. Von dort ging es weiter zur Dürrehorn-Alpe. Kurz danach zweigte dann ein Weg nach links ab in Richtung der Unterkirche-Alpe, die wir aber nicht erreichten, weil wir an einer Abzweigung relativ steil dem Gipfel entgegenstrebten. Dafür passierten wir noch die Grathöfle-Alpe. Recht unvermittelt standen wir dann gegen 11:00 Uhr am Gipfelkreuz des Steinebergs (1660 m) und hatten so die berühmt berüchtigte 30 Meter lange Leiter umgangen.

Leider waren wir trotz der Sonnenhitze nicht lange allein am Gipfel für unsere Brotzeit. Zwei Klassen der Berufsschule Kempten erstiegen über die Leiter in schnellem Schritt „unseren Berg“. Einige Teilnehmer der Sektion ließen es sich nicht nehmen, die Leiter im Abstieg zu benutzen. Die Mehrzahl umrundete jedoch den Gipfel an der Nordseite und kam so in den Genuss, die steilen Felsflanken (Nagelfluhgestein) des Steinebergs und den Tiefblick ins Tal zu genießen. Von dieser Seite erklärt sich der Begriff Steineberg, was man von der Südseite eher als Grasberg bezeichnen würde.

Über die Vordere-Krumbach-Alpe mit kurzer Getränkepause ging es rasch weiter hinab nach Gunzesried-Säge mit dem gewohnten Endziel, wenn wir in diesem schönen Tal unterwegs sind, der Sennalpe Gerstenbrändle. Dort werden wir stets bestens bewirtet mit Kaffee, durstlöschendem Bier und guten hausgebackenen Kuchen. So konnten wir nach gemütlichem Hock gestärkt unsere Heimreise nach Oberstdorf antreten und die Klimaanlagen der Autos hatten Schwerstarbeit zu leisten.

Unser Dank gilt den umsichtigen Wanderführern Anna und Franz, die diesmal sogar zwei Vortouren unternommen haben, um eine Wegführung auf den Gipfel zu finden, die für alle Teilnehmer am Ende des Tages machbar war. Es ist bewundernswert, was die Beiden alles auf sich nehmen, um uns perfekte Bergerlebnisse zu bieten.        

gez. Michael Wilisch

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